Der Beschichtungs-Prozess

Leiterplatten im Fluorpolymeretauchbad

Wir bietet den kompletten Beschichtungs-Prozess zum Einsatz von Fluorpolymeren an.
Die Beschichtung der Baugruppen erfolgt durch das Untertauchen in die Fluorpolymerflüssigkeit die sich im Tank innerhalb der Beschichtungsanlage befindet. Die Baugruppen werden in Prozesskörbe positioniert und auf den Aufzug gestellt. Nach Schließung des Deckels der Anlage wird der Tauchvorgang und die anschließende Trocknung automatisch durchgeführt. Die Tauchzeit beträgt ca. 30 Sekunden. Trockenzeit ca. 3-5 Min. bei Raumtemperatur. Nach der Fertigmeldung kann der Korb gewechselt werden und die Baugruppen entnommen werden. Mit Be- und Entladung ergibt sich so eine Prozesszeit von max. 6-7 Minuten. Eine Nachhärtung ist nicht notwendig!

Qualitätskontrolle der Fluorpolymer-Beschichtung

1. Vorhanden/nicht vorhanden
Die einfachste Art dies zu kontrollieren ist der Einsatz einer Prüftinte z.B. mit einem Wert von 28mN/m. Eine Pipette mit reinem Wasser geht auch. Beobachtet wird die Benetzung der Oberfläche. Die Prüftinte mit dem genannten Wert benetzt die Beschichtung nicht.

2. Vollständigkeit
Davon ausgehend, dass der Beschichtungsprozess gründlich durchgeführt wurde (Tauchzeit mind. 10 Sec, komplett eingetaucht, keine Abdeckung der Oberfläche durch Anlehnung an Wände bzw. andere Baugruppen, keine stark abstoßende Oberfläche wie Fett), ergeben sich keine Fehlstellen in der Beschichtung. Eine Untersuchung wie sie z.B. bei Lacken mit UV Licht notwendig ist, entfällt somit. Wurde nur z.T. eingetaucht wirkt auch hier die vorhanden /nicht vorhanden Prüfung(1).

3. Schichtdicke
Ist von der Konzentration des Feststoffes im Bad abhängig. Die Prozessgrenzen sind 1,8 - 2,2%, damit wird eine Schichtstärke von 500nm im Mittelwert erreicht. Nachzumessen ist die Schichtstärke mit entsprechender Messtechnik (Kosten ab ca. 17.000 Euro) selten direkt auf der Baugruppe (abhängig von den Reflektionseigenschaften der Oberfläche) aber auf Plättchen, die mit der Baugruppemitbeschichtet werden. Dazu eignet sich z.B. Polykarbonat. Sowohl ein Institut, wie auch der Materialhersteller, wie auch der Messgerätevertrieb bieten die Erfassung der Schichtstärke auf dem Polykarbonat-Plättchen oder ähnlichem Träger als Dienstleistung an. Fragen Sie uns nach den Kontakten. In der Regel reicht es aus, die Konzentration zu kontrollieren. Die entsprechende Vorgehensweise finden Sie auf unserer Webseite oder wir senden diese zu.

4. Qualität
Die Qualität lässt sich nur kontrollieren in dem die Beschichtung belastet wird. Und zwar mit der Atmosphäre vor der die Beschichtung schützen soll. Das Beschichtungsbad sollte glasklar bleiben, sonst werden Fremdstoffe eingelagert.
Die Hersteller prüfen die Qualität des gelieferten Beschichtungsmaterials durch den Abstoßungseffekt (Kontaktwinkelmessung) über einen längeren Zeitraum. Sowohl mit Wasser, als auch mit Hexadecane. Dann werden noch ein Abrieb- und ein Temperaturbelastungstest durchgeführt und im CoC vermerkt.

Qualitätszertifikat